Strafsenat verhängt heftige Strafen gegen Laibach

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Der Ligastrafsenat hat am Abend die Urteile aus dem Penalty-Shootout-Fall zwischen Red Bull Salzburg und Olimpija Ljubjna veröffentlicht und diese trifft die Green Dragons hart.

Ohne Anhörung der Betroffenen, nur auf den Schiedsrichterbericht und den Videostudium basierend, verhängte der Strafsenat:

  • gegen Olipija Ljubjna die Höchststrafe von 10.000 €
  • sperrte Laibachs Torhüter Mitja Pintaric wegen “sportlicher Schädigung” für 10 Spiele, sechs davon unbedingt
  • sperrte Laibachs Trainer Hannu Järvenpää ebenfalls wegen “sportlicher Schädigung” von 4 Spielen, zwei davon unbedingt

In der Begründung geht der Strafsenat von unsportlichen Verhalten und grober sportlicher Schädigung aus. Für ihn gilt es nach dem Videostudium als erwiesen, dass Trainer Järvenpää nach Bekanntgabe anderer Spielergebnisse seine Spieler zur Bank holte und das Team danach nur noch Passivität zeigte. Weiters nimmt der Strafsenat den Verein als Ganzes in die Pflicht, für die Einhaltung des Spielbestimmungen seiner Akteuere verantwortlich zu sein.

Wie so oft wenn der Strafsenat tagt, lässt er oft mehr Fragen unbeantwortet zurück als der beantwortet.

  • Wieso werden bei der MOBA nie die angezeigten Protagonisten befragt, bzw dürfen sich nie rechtfertigen?
  • Warum wird der weisungsgebundene Mitja Pintaric ungleich schwerer bestraft, als der anordnende Trainer?
  • Beinhaltet das Videostudium auch auch Tonaufzeichnungen? Wie sonst ist man so gut über die Absichten Laibachs informiert?
  • Wird künftig auch gegen die Aufstellung von Reservekadern um das Ergebnis in die richtige Richtung zu drücken vorgegangen?

Ob der verständlichen Erregung des KAC’s über diese Vorgangsweise, gibt sich der Strafsenat wieder der Lächerlichkeit preis wenn er gegen die “Übeltäter” auf diese Art und Weise und auf Kärntner Geheiß vorgeht.

AM BULLYBUNKT: Eishockey-Bananenrepublik

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Österreichs Eishockey ist als Operettenliga mit Bananenrepubliksniveau europaweit zu trauriger Berühmtheit gelangt. Die Geschichten der letzten Jahre sind den Fans von Bregenz bis Eisenstadt noch in bester trauriger Erinnerung. Beispiele gäbe es genug. Die Penaltyfarce von Wien, die Last-Minute-Strafverifizierung von Laibach gegen Salzburg, das praktisch konsequenzlose Nichtantreten von Red Bull Salzburg in Laibach, etc. So richtig ernst wird die EBEL und das heimische Eishockey nicht mehr genommen. Auch dieses Jahr ist die Liga wieder einmal um einige Absurditäten reicher.

Immer wenn Kärntner Klubs den Kürzeren ziehen, werden alle möglichen Institutionen der Liga aktiv um nachzuforschen ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist. So tönt es etwa aus Klagenfurt, dass das Penaltykuriosum zwischen Red Bull Salzburg und Olimpija Ljubjana geschoben sein soll. Laibachs Tormann hatte während der Penaltys vorzeitig den Torraum verlassen. Während Earl noch verfehlte, traf beim nächsten Versuch Aubin und die Referees ließen den Treffer gelten. Gemäß den geltenden Regeln, hätte bei vorzeitigen Verlassen des Torraumes der Penalty wiederholt werden müssen.
Mit diesem Sieg im Penaltyschießen, wichen die Slowenen Salzburg im Playoff aus und überließen das Feld dem KAC.

Während des heutigen Tages stand widersinnigerweise auch ein Ausschluß aus den Playoffs im Raum. Der Strafsenat verneinte letztlich, wird aber über Maßnahmen weiter beraten. Nebenbei möchte der Strafsenat wohl auch das 11:3 Ergebnis der Vienna Capitals gegen Jesenice genauer unter die Lupe nehmen. Böse Stimmen im Hintergrund wähnen auch hier eine Schiebung. Welchen Zweck diese Schiebung hätte, ist nicht ganz klar da die Vienna Capitals dank des Villachers Sieges auch nur mit einem Tor Unterschied in den Playoffs gewesen wären.

Was die Bananenrepublik Österreich weiters unterstreicht ist die Tatsache, mit Dab.Docler Dunaujvaros einen ungarischen Verein in die Nationalliga geholt zu haben und im Unklaren zu sein, dass die Durchführungsbestimmungen dieser Liga eine Teilnahme der Ungarn an den Playoffs verbietet. Nun möchte man über den Fall beraten, doch der eigentlich zuständige Referent in dieser Sache Peter Schramm urlaubt in dieser wichtigen Ligaphase und ist daher nicht entscheidungsfähig.
Die Liga selbst würde die fair erspielte Teilnahme der Ungarn an den Playoffs befürworten! Die Entscheidung dazu soll morgen fallen.

Die neuerlich aufgeflammte Diskussion um die Punkteregelung ist hierbei nur die sprichwörtliche “Quadratur des Kreises” von unfähigen und inkomptenten Verbands- und Ligaverantwortlichen sowie Wortspenden sogenannter Experten, die sich nur deshalb so nennen dürfen, weil sie selbst noch ein paar Jahre ohne Punkteregelung spielen durften.

Es sieht schlimm aus für das österreichische Eishockey.

Brückler unterliegt mit Sibir

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KHL LogoDie KHL geht nach einer Pause nun in den Endspurt um die Playoffs, welche für Österreichs Teamtorhüter Bernd Brückler nicht mehr erreichbar waren. Auch heute unterliegt Steirer mit Sibir Novosibirsk gegen Metallurg Magnitogorsk knapp mit 3:4.

Die ersten 30 Minuten war Sibir ebenbürtig, ging zwei mal in Führung doch dann übernahm Magnitogorsk das Kommando und spielte sich noch im Mittelabschnitt eine 2:4 Führung heraus. In den letzten 20 Minuten drängte wieder Sibir konnte aber lediglich einen einzigen Treffer verbuchen. Auch die Herausnahme von Brückler 24 Sekunden vor dem Ende, änderte nichts an der Niederlage.

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Die weiteren KHL Ergebnisse:

Metallurg Novokuznetsk : Yugra Khanty-Mansiysk 4:1
Barys Astana : Avangard Omsk 2:5
Ak Bars Kazan : Dynamo Moskau 2:3
Vityaz Chekhov : Spartak Moskau 2:4
Neftekhimik-Nizhnekamsk : Torpedo Nizhny-Novgorod 3:1
SKA St. Petersburg : Dinamo Riga 2:1
HC Atlant : Severstal Cherepovets 1:0 n.P.

Mit Schützenfest ins Playoff

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Oft in dieser Saison haben den Vienna Capitals in entscheidenden Momenten die Nerven versagt, wichtige Spiele verloren. Im vermeintlich letzten Spiel der Saison brannten die Wiener jedoch ein wahres Feuerwerk ab und gaben ein kräftiges Lebenszeichen von sich.

Die Ausgangslage war alles andere als einfach. Um in die Playoffs zu kommen musste ein Sieg her. Bei jedem Sieg mit fünf Toren Unterschied würden die Capitals aus eigener Kraft weiter kommen, darunter war man auf Schützenhilfe aus Villach angewiesen. Das Heimteam verließ sich aber nicht auf einen möglichen Villacher Triumph und stürmte auf das slowenische Tor los. Nach knapp zwei Minuten begann Mario Seidl den Torreigen. Marjan Manfreda schlug aber postwendend zurück. Taylor Holst brachte die Wiener in der 5. Minute erneut in Führung, die Bendik in der 10. Minute egalisierte. Dann ging es Schlag auf Schlag. In Minute 10:19 scorte Ferland, 10:44 Gratton und Bercic verkürzte auf 4:3 als 11:24 Minuten gespielt waren. Als Insana in der 14. Minute zum 5:3 traf, war der Abend für Jesenice Goalie Fikrt bereits vorbei, der für Justin Michael Sand Platz machen musste.

Nach acht Toren im Anfangsdrittel, blieb der Mittelabschnitt eher ereignislos. Erst in den letzten 20 Minuten ging ein wahres Feuerwerk durch das Eissportzentrum Kagran.
Nach 26 Sekunden musste Pusa wegen Beinstellens in die Kühlbox, das Powerplay verwandelte Gratton zum 6:3. 40 Sekunden später hämmerte Oraze den Puck in die Maschen. Dann verwertete Pinter mustergültig einen Rebound, setzte Andre Lakos die Scheibe aus spitzen Winkel ins kurze Eck und umkurvte Gratton das Tor und traf zum Hattrick und zum 10:3. Fischers Tor zum 11:3 in der 59. Minute war noch als verdiente Zugabe für eine tolle Saison der jungen Wiener zu sehen.

Mit diesen überragenden Sieg setzten sich die Capitals im Kampf um die Playoffs aus eigener Kraft durch und treffen nun in den Playoffs auf Leader Linz.

In Villach setzten sich die Adler gegen Graz zwar mit 3:1 durch, was aber angesichts des Wiener Sieges unbedeutend war. Villach verpasst  ebenso wie die Graz 99ers und Jesenice das Playoff. Kurios: Mit dem Sieg gegen Graz retteten die Villacher Adler jene aus Znojmo. die als 7. in den Playoffs auf KHL Zagreb treffen werden.

99ers ringen Capitals nieder

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War es das schon? Diese Frage müssen sich nun die Vienna Capitals stellen, nachdem sie in Graz bei den 99ers nicht an die Leistungen gegen Villach anschließen konnten.

Wie schon gegen Draustädter mussten die Capitals einen frühen Gegentreffer hinnehmen. Insana attackierte Jarrett nicht aggressiv genug, der den Puck Latendresse servieren konnte und dieser einfach flach auf das Tor schoß. Die Wiener ließen sich dadurch nicht beirren und durften in der 17. Minute den Ausgleich durch Fortier bejubeln.

Im Mittelabschnitt waren die Gäste zwar besser als die Grazer bloß, zählbares konnten beide Teams nicht produzieren. Auch Nathan Robinson scheiterte mit einen Penalty an der überragenden Fanghand von Dan Cloutier im Tor der Steirer, nachdem er während eines Breakaways von Patrick Harand nur mit einem Haken am Schuß behindert werden konnte.

Nach der zweiten Drittelpause schien die Angst zu regieren, was vor allem die Capitals blockierte. Immer wieder konnten die Grazer im Angriffsdrittel fest und die Wiener unter Druck setzen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis es einschlagen würde und Manuel Ganahl war der gegönnt den Siegestreffer der Grazer in der 46. Minute zu erzielen.
Die Wiener setzten nach, drängten auf den Ausgleich der aber auch mit einem Feldspieler zusätzlich nicht mehr fallen wollte.

Graz 99ers vs Vienna Capitals
1:0 Olivier Latendresse (4.)
1:1 Francois Fortier (17.)
2:1 Manuel Ganahl (45.)

Caps bleiben im Rennen

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Spiel 2 von 4 in dem es für die Vienna Capitals hieß: “Verlieren verboten”. Dementsprechend ambitioniert begannen die Wiener und konnten bereits in der zweiten Minute durch Peter Casparsson den ersten Treffer bejubeln. Keine zwei Minuten später stellte Shayne Toporowsky unter Mithilfe von Sebastian Stefaniszin, der für den erkrankten Reinhard Divis zwischen den Pfosten stand, auf 1:1. In der Folge entwickelte sich eine gute Partie, bei der es an Chancen nicht mangelte.

Gleich nach der ersten Pause ein Schock für das Heimteam. Kaum hatte das Spiel wieder begonnen, nutzte Mike Craig den Rebound nach einem Stangenschuß von Razingar zum 1:2, doch die Wiener schlugen postwendend zurück, als nach einer schönen Kombination VSV-Goalie Prohaska überrumpelt und die Scheibe auf den völlig frei stehenden Robinson abgelegt wurde, der den Puck nur noch ins leere Tor zu bugsieren hatte. In der 30. Minute brachte der Ex-Villacher und wohl einziger erfolgreicher Neuzugang der Capitals Jonathan Ferland in Überzahl die Wiener erneut in Führung.

Im Schlussabschnitt begannen beide Teams etwas gemächlicher, wartete man jeweils auf Fehler des anderen. Während die Gastgeber eher bedacht waren keine Chancen zuzulassen, waren die Villacher nicht fähig genügend Druck aufzubauen. Erst in den letzten Minuten des Spieles kam wieder Schwung in die Begegnung. Da versemmelte Ferland den Puck über das leere Tor, nachdem er Prohaska mustergültig stehen hat lassen und die Adler suchten ihr Heil in den Weitschüssen, die aber spätesten am erstarkten Stefaniszin scheiterten. 83 Sekunden vor dem Ende, setzte VSV Coach Stewart alles auf eine Karte und nahm Prohaska vom Eis. 0,4 Sekunden vor dem Ende brachte Fortier nach einer erfolreichen Befreiung von Andre Lakos den Puck über die gegnerische Torlinie und sicherte den Wiener den notwendigen Sieg mit zwei Toren Vorsprung, um bei Punktegleichheit von Villach zu stehen.

Schützenhilfe bekamen die Wiener anderorts von HK Jesenice, die überraschend die tschechischen Adler von Orli Znojma besiegte. Auch wenn das Spiel, nach eine 4:1 und 5.2 Führung der Slowenen noch denkbar knapp mit 5:4 endete.

AM BULLYPUNKT: Warm up für die "TISSOT EISHOCKEY CHARITY" 2012

Foto: Rainer Fehringer Credits: maiermiti
Foto: Rainer Fehringer; Credits: maiermiti

Zum Warm Up für die große Charity-Veranstaltung trafen sich Stadtrat Christian Oxonitsch und Ralf Österreicher (Division Manager TISSOT / The Swatch Group Österreich GmbH) zum Lokalaugenschein am Wiener Rathausplatz. Unterstützt wurden die beiden Herren von Sängerin Tini Kainrath, die stellvertretend für die vielen Prominenten, die am 23. Februar ihre Kreise auf dem Wiener Eistraum ziehen werden, vorbei schaute.

Die Stadt Wien wird die “Tissot Eishockey Charity” auch heuer wieder tatkräftig und vor allem schussgewaltig unterstützen. Für Spannung ist hier auf alle Fälle gesorgt.

Ein Sieger steht jedenfalls schon fest. Die prominenten Cracks der “Tissot Eishockey Charity” und die Eisstockschützen gehen für die “Stiftung Kindertraum” ins Rennen.

Mit Stock & Helm unterwegs sein werden: Fabienne Nadarajah, Alexander Antonitsch, Hary Raithofer, Christian Spatzek, Peter Artner, Josef Donhauser, Otto Konrad, Franz Müllner und Kris Rosenberger.

Ebenfalls in den Dienst der guten Sache stellt sich die Gourmet Group und schickt das Team des Wiener Rathauskellers mit einem 4-gängigen Flying Dinner zur Abend-Gala in der Volkshalle des Wiener Rathauses ins Rennen.

Der Ablauf der “Tissot Eishockey Charity” am 23. Februar 2012

17:15 Uhr: Live-Konzert am Wiener Eistraum: Armin Bautz vom Club Luftbad präsentiert exklusiv “AmiNATA and the Astronauts” für Stiftung Kindertraum.

18:00 Uhr: Start des Prominenten Eishockey-Match. Anpfiff: Stadtrat Christian Oxonitsch, Moderation: Philipp Jelinek

19:00 Uhr: Eisstock-Partie mit Dr. Michael Häupl. Wiens Bürgermeister lädt Vertreter aus Wirtschaft, Kunst und Kultur zur sportlichen Charity.

20:00 Uhr: Gala-Abend in der Volkshalle des Wiener Rathauses.

-4-gängiges Flying-Dinner präsentiert vom Wiener Rathauskeller, dem Sitz des “guten Geschmacks”, mit Weinbegleitung von Kast, Koppitsch.

-Benefiz-Auktion: Erlesene Exponate und Kinderwünsche zu ersteigern

-Musikalisches Highlight: Die “Free Men Singers” live in concert. Andi Gabauer, Didi Baumgartner und Werner Eichhorn.

FACTS:

TISSOT: Die sportliche Uhrenmarke Tissot schickt seit neun Jahren Prominente im Rahmen der “Tissot Eishockey Charity” auf das Eis um sich für die gute Sache ins Zeug zu legen. Heuer wird die “Stiftung Kindertraum” unterstützt.

STIFTUNG KINDERTRAUM: Die Stiftung erfüllt Herzenswünsche schwer kranker und behinderter Kinder in Österreich. Sie wurde 1998 vom Wiener Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dr. Gert Breinl als gemeinnützige Privatstiftung gegründet. Dr. Breinl wollte damit langfristig gerade den schwächsten Gliedern der Gesellschaft ein bisschen Mut und Hoffnung schenken und durch die Erfüllung von Herzenswünschen jedem Kind eine ganz persönliche Freude machen.

Im Gegensatz zu gesunden Kindern haben schwer kranke oder behinderte Kinder keine Möglichkeit und oft keine Hoffnung, viele aber auch nicht mehr die Zeit, sich ihre Wünsche jemals selbst erfüllen zu können. Umso schöner ist die Erfahrung für sie, wenn sehnliche und lang gehegte Wünsche dann doch in Erfüllung gehen!

Stiftung Kindertraum hilft unbürokratisch dort, wo den Eltern die finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten versagt sind. Mit der Erfüllung eines Herzenswunsches setzt Stiftung Kindertraum sich gleichzeitig auch zum Ziel, die Lebensqualität für die betroffene Familie entscheidend zu verbessern. www.kindertraum.at

Hockey 101 – Offside

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Das Offside/Abseits im Eishockey ist im Gegensatz zu Fussball, wo die Grundregel zwar einfach aber die vielen diversen Ausnahmen und Interpretationen dessen kompliziert sind, augenscheinlich eine recht einfache Sache. Das dem nicht so ist, zeigt die folgende Einführung in das Reglement zum Thema Abseits.

Regel 450:

a) Spieler des angreifenden Teams dürfen sich nicht vor dem Puck in die Angriffszone begeben.

Diese Grundregel scheint klar. Befindet sich ein Spieler im Angriffsdrittel bevor der Puck dieses erreicht, steht er somit abseits.

Regel 450:

b) Die bestimmenden Faktoren, um auf ein Abseits zu entscheiden sind:
1. Die Position der Spieler-Schlittschuhe. Ein Spieler befindet sich im Abseits, wenn sich beide Schlittschuhe komplett über der Blauen Linie in seiner Angriffszone befinden, bevor der Puck die Linie komplett überschritten hat.
2. Die Position des Pucks. Der Puck muss die Blaue Linie zur Angriffszone komplett überschritten haben.

Hier kommt man aber zum sprichwörtlichen Haken! In beiden Fällen wird von einem kompletten überschreiten der Blauen Linie geschrieben. Das rührt aus der unterschiedlichen Zugehörigkeit der Blauen Linie. Die 30 cm, welche ebendiese breit sein muss ist kein Niemandsland, sondern wechselt die Zonenzugehörigkeit mit der Richtung aus welcher der Puck kommt. Das heißt: Befindet sich der Puck in der neutralen Zone, so gehört auch die Blaue Linie dazu. Ebenso verhält es sich im Angriffs/Verteidigungsdrittel.

Seit 2010 gilt auch jene Regel, die immer wieder für Gesprächsstoff sorgt:

Regel 450:

b)
3. Führt ein Spieler den Puck und überquert dabei die Blaue Linie vor dem Puck, während er rückwärts läuft, ist dieser Spieler nicht im Abseits, vorausgesetzt, er übt tatsächlichen, kontrollierten Puckbesitz aus und hatte beide Schlittschuhe in der Neutralen Zone, bevor er die Blaue Linie überquert.

Kurz gesagt, fährt ein Spieler rückwärts in das Angriffsdrittel, wäre er vor dem Puck darin. In diesen Fall löst er aber kein “Abseits” aus. Hier haben die Linienrichter im Eishockey einen breiten Interpretationsspielraum. Oftmals wird diese Regel aber nicht umgesetzt um sich nicht diversen Vorwürfen und Diskussionen auszusetzen, wann ein Spieler einen “tatsächlichen, kontrollierten Puckbesitz” ausübt.

Angezeigtes Abseits

Damit es aber regeltechnisch schön kompliziert wird, gibt es zu der Zonenlösung der Blauen Linie eine Ausnahme sowie die Unmöglichkeit des aus dem Fussball bekannten passiven Abseits.

Regel 451:

Befindet sich ein angreifender Spieler vor dem Puck in der Angriffszone, aber ein verteidigender Spieler kann den Puck spielen, signalisiert der Spiel-Offizielle mit seinem erhobenen Arm ein „angezeigtes Abseits”. Wird jedoch der Puck in Richtung des Tores geschossen und dadurch der Torhüter gezwungen, den Puck zu spielen, wird auf „Offside” entschieden.

Der Spiel-Offizielle senkt seinen Arm um das „angezeigte Abseits” zu annullieren und das Spiel weiterlaufen zu lassen falls:
1. Das verteidigende Team entweder den Puck in die Neutrale Zone hinausführt oder passt, oder
2. Alle angreifenden Spieler die Angriffszone umgehend verlassen, indem sie die Blaue Linie mit einem Schlittschuh berühren

Der erste Absatz sagt nicht anderes aus, als dass aus der Abseitsposition kein Torschuss erfolgen und somit auch kein Tor erzielt werden kann. Selbst dann nicht, wenn der sich im Abseits befindliche Spieler den Puck nicht berührt oder auch sonst nicht in das Spielgeschehen eingreift.

Punkt 2 des zweiten Absatzes hebelt die Zonenregelung der Blauen Linie aus. Um ein angezeigtes Abseits aufzuheben reicht es, wenn die Spieler im Abseits mit den Schlittschuhen die Blaue Linie berühren, obwohl sie gemäß Regel 112 zur Angriffszone gehört.

Wie man sieht ist Abseits auch im Eishockey nicht ganz so einfach. Es kommt wie so oft auf Kleinigkeiten an, die den Unterschied ausmachen.
Bei Fragen zum Thema “Abseits” steht die Kommentarfunktion zur Verfügung. IceZone wird alle Fragen zu diesem Thema nach bestem Wissen und Gewissen beantworten.

Platzer tritt zurück

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Der Kronen Zeitung gegenüber bestätigte der Vizepräsident der Vienna Capitals seinen Rücktritt von der Funktion des sportlichen Leisters.
Martin Platzer war maßgeblich an den Fehlkäufen der Wiener in dieser Saison beteiligt und geriet seit Wochen unter immer größer werdenden Druck. Von Seiten der Fans wurde ihm schon seit einiger Zeit das Vertrauen entzogen worden, wirkte seine Hinhaltetaktik ob der anhaltenden negativen Ergebnisse nicht mehr. Auch von Präsident Schmid fehlte zuletzt die bedingungslose Rückendeckung wie er in verschiedenen Interviews durchsickern ließ. So ist der Rücktritt Platzer eine erste konsequente Maßnahme auf die völlig verkorkste Saison, zumal man nun mit dem ehemaligen NHL-Scout Bernd Freimüller ins Gespräch um den vakanten Posten kommen möchte.

Trotz Niederlage noch Hoffnung

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Es wurde als “wichtigstes Spiel” der Saison angepriesen, die Spieler wollten dahin gehen wo es weh tut. Am Ende war es das schlechteste Spiel der Saison, und weh getan hat nur der Stolz der treuen Fans, denn die Vienna Capitals unterlagen dem HC Orli Znojmo daheim mit 4:6. Einzig Bjornlie, die Lakos Brüder, Fischer, Seidl und Holst stemmten sich der Niederlage bis zuletzt entgegen.

Die Wiener ohne Benoit Gratton, aber mit Philipp Pinter begannen relativ beherzt. Die Tschechen hielten hier aber dagegen und wirkten noch um eine Spur entschlossener, was sie auch mit dementsprechenden Körperspiel und Sticheleien untermauerten. Bereits in der vierten Minute zog der Znaimer Boruta vom Bullypunkt im Drittel der Hausherren ab. Golie Divis sah dabei sehr schlecht aus, als er den Schuß über die Fanghand ins lange Eck bekommen hatte. Den Rückschlag steckten die Capitals noch gut weg. Bjornlie und Ferland sorgten mit zwei Powerplaytoren für eine plötzliche 2:1 Führung der Caps. Nachdem Andre Lakos jedoch einen Tschechen mit dem Stick unglücklich im Gesicht getroffen hatte, mußten die Wiener ein vierminütiges Unterzahlspiel überstehen. Zwar hielten sich die Spieler in Gelb in der Unterzahlsituation schadlos, Znojmo tankte aber derart viel Selbstvertrauen, dass die Wiener für den Rest der ersten Drittels kaum mehr aus der eigenen Zone kamen.

Nach der Pause blieb Goalie Divis in der Kabine. Ersten Informationen zufolge wegen einer Magen-Darm-Grippe, für ihn kam Stefaniszin ins Tor, der im kalten Zustand in exakt drei Minuten drei mal hinter sich greifen musste. Dabei wehrte sich der Deutschösterreicher nach Leibeskräften wurde aber Opfer der offensichtlich fehlenden Zuteilung in der Defensive die es nicht fertig brachte, die Tschechen unter Kontrolle zu bringen. Damit lag Znaim 2:4 in Front. Mit Gruselhockey ging es dann weiter. Die Wiener hilflos, die Tschechen konsequent. Als Totalausfall mussten dabei Francois Fortier und Nathan Robinson betrachtet werden, die an Gefährlichkeit kaum zu unterbieten waren. Als in der 37. Minute Kanko das 2:5 erzielte, musste Philipp Lakos kurz darauf mit einem Blueliner zum 3:5 die letzten Hoffnungen am Leben erhalten.

Der Schlussabschnitt und der Zwischenstand änderten wenig am Chaos im Spiel der Wiener. Von Angriffsaufbau fehlte weit und breit jede Spur, der Zufall bestimmte ob man bis in die Zone der Tschechen vorstoßen konnte. Symptomatisch dafür war das Tor zum 4:5 durch Marcel Rodmann aus einem Konter. Eher glücklich drückte der Slowene kurz nach Beginn des letzten Spielabschnitts, den Puck mitsamt dem Beinschoner des tschechischen Goalie Kacetl ins Tor. Die Wiener rochen zwar wieder Lunte, konnten aber ihr Hühnerstallehockey nicht abstellen und blieben weitestgehend ungefährlich. Die Tschechen sicherten erfolgreich den Vorsprung ab.
Als Stefaniszin für einen sechsten Feldspieler das Eis räumte, war es nur eine Frage der Zeit bis der Puck neuerlich im Gehäuser der Wiener vorzufinden war. Ales Stanek blieb es 32 Sekunden vor dem Ende vergönnt, den Gästen den 4:6 Auswärtssieg zu garantieren.

Kurioserweise bleiben die Playoffchancen trotz dieser Pleite intakt, da Jesenice überraschend zwei Punkte aus Graz mitnahm. Mit dem 1:2 nach Penaltyschießen konnten die Steirer zumindest einen Punkt retten.
So wäre mit einer Siegesserie in den verblieben vier Spielen noch ein Platz in den Playoffs für die Vienna Capitals möglich.

Tabelle Hoffnungsrunde

Pl. Team Sp. Pkt.
1. Graz 99ers 4 8
2. HC Orli Znojmo 4 7
3. Villacher SV 4 7
4. Vienna Capitals 4 5
5. HK Jesenice 4 2